Derby endete wie vor 23 Jahren

Franz Karger an 22-09-2018

St.Oswald/Fr.: Die Mutter aller Derbys ist zurück im Bezirk Freistadt - St.Oswald/Fr. gegen Lasberg. 400 Zuschauer säumten den Sportplatz in St.Oswald/Fr. um diesem Nostalgie-Derby beizuwohnen. 23 lange Jahre hat es dieses Duell in der Meisterschaft nicht mehr gegeben, und um die Geschichte abzurunden endete die Neuauflage mit dem selben Ergebnis wie es damals zu Ende ging.

USV St.Oswald/Fr. : Union Lasberg 3:0 (1:0)

Sportplatz St.Oswald/Fr., 400 Zuschauer, SR Johann Mayr

Tore: 1:0 Martin Haneder (7.), 2:0 Filip Rezac (62.), 3:0 Ales Koci (90+2.)

Gelb/Rot: Filip Rezac (66.)

In einem mit Spannung erwarteten Lokalderby hatten die krisengebeutelten Hausherren vom USV St.Oswald/Fr. den besseren Start. Bereits in der siebenten Minute konnte das Eigengewächs Martin Haneder seine Farben in Führung bringen. Danach übernahm Lasberg, angetrieben von Kapitän Boris Wald, immer mehr das Kommando und konnte sich einige Chancen erarbeiten. Diese wurden aber, zum Teil fast schon leichtfertig, vergeben. Da wäre einiges mehr drinnen gewesen. So blieb es beim 1:0 bis Schiedsrichter Johann Mayr die Teams zur Pause bat.

Foto Spielszene USV St.Oswald/Fr. : Union Lasberg

Raphael Baumgartner lies in Hälfte eins wohl die dickste aller Lasberger Chancen liegen

Der zweite Durchgang hatte es dann in sich, sowohl am als auch neben dem Spielgrün. Lasberg zunächst weiter am Drücker mit besten Chancen auf den Ausgleich. Es war zum Haare raufen, nur Lasbergs Coach Drucker musste sich mangels Haarpracht etwas anderes einfallen lassen. Und dann kan es wie es eben sprichwörtlich kommen musste, die Tore die man nicht erzielt, die bekommt man eben.

Foto 1.Nordost St.Oswald/Fr. : Lasberg Filip RezacEine gute Stunde zeigte die Spieluhr, als dem tschechischen Neuzugang Filip Rezac nach einem Konter der vielumjubelte zweite Treffer für die Blau-Gelben gelang. Man konnte förmlich den Stein der Erleichterung fallen hören, der den Heimischen vom Herzen fiel, hatten sie doch einen Fehlstart sondergleichen in die Meisterschaft hingelegt. Der Torschütze selbst bejubelte seinen Treffer so ausgelassen, dass er vom Schiere eine in weiterer Folge verhängnisvolle Gelbe Karte zu Gesicht bekam. Die Zweikämpfe wurden nämlich ab sofort etwas intensiver geführt. Und nach einem solchen zückte der gut postierte Schieri Johann Mayr eben den Doppelkarton für den Goalgetter der Pröll-Elf, die für die verbleibende halbe Stunde in Unterzahl agieren musste. Der anschliessende Fussballtalk mit der Trainerbank der Heimelf blieb ohne Ergebnis.

Foto Spielszene 1.Nordost St.Oswald/Fr. : Lasberg  Die Lasberger Fans zündeten nun in der Hoffnung, der Funke spränge auf die Mannschaft über, ein bengalisches Feuerwerk garniert mit Rauchbomben. Dem Schieri war das dann doch etwas zu viel und er ersuchte den Ordnerdienst dem Spuk ein Ende zu machen, damit das Spiel in ansprechender Form zu Ende gebracht werden könne. Kurzfristig erhitzten sich dann die Gemüter von Ordnern und Lasberger Fans, wobei auch die eine oder andere Sicherung durchbrannte und eins das andere ergab. Es entstand eine Rudelbildung, die sich aber kaum waren die Rauchkörper erloschen auch schon wieder auflöste und das Spiel konnte ohne weitere nennenswerte Vorkomnisse fortgesetzt werden. Das einzig Erwähnenswerte bis zum Schlußpfiff ist nur mehr das 3:0 für den USV St.Oswald/Fr. durch den zweiten Legionär Ales Koci, der damit den Deckel draufmachte. Das Spiel endete somit also mit dem gleichen Ergebnis, wie das geschichtsträchtig bis dato letzte vor 23 Jahren. Danach ging es für viele zur dritten Halbzeit in die Kantine und es wurde gemeinsam diskutiert und analysiert.

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