Kefermarkter Unentschieden-Serie geht weiter

Franz Karger an 14-04-2019

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Kefermarkt: Die Schmid Elf erreichte mit dem 2:2 gegen Reichenthal das dritte Unentschieden am Stück und ist nun bereits seit vier Spielen ungeschlagen. Nur die Auftaktpartie gegen Alberndorf ging bisher in die Hose.

Union Kefermarkt : Union Reichenthal 2:2 (2:2)

Feldaiststadion Kefermarkt, 120 Zuschauer, SR Mustafa Agic, 2.Nordmitte

Tore: 1:0 Behar Sabani (16.), 2:0 Besar Sabani (31./Elfm.), 2:1 Lukas Pühringer (34.), 2:2 Christoph Starzer (44.)

Gelb/Rot: Besar Sabani (80./Kefermarkt), Patrick Lehner (49./Reichenthal)

Die Blau-Gelben von der Feldaist kamen gut in die Partie und erarbeiteten sich von Anfang an mehr Spielanteile. Die von Hannes Schneeberger gecoachten Gäste waren überhaupt nicht präsent. Bereits nach einer Viertelstunde erzielte Behar Sabani aus einem Freistoß flach ins Eck die Führung für die Schmid Elf. Auch danach waren die Kicker der Union Kefermarkt am Drücker. Reichenthals Entlastrungsangriffe, so sie einmal stattfanden, waren an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Als nach einem dummen Foul im Strafraum der Gäste Schiedsrichter Mustafa Agic nicht anders konnte und Elfmeter gab, schien die Partie gelaufen. Besar Sabani verwandelte zur doch komfortablen 2:0 Führung. Wie aus heiterem Himmel dann der Anschlusstreffer für die Gäste aus dem Bezirk Urfahr, 2:1 durch Lukas Pühringer nach einem Gestochere im Kefermarkter Strafraum. Damit rochen die Reichenthaler Lunte. Nun war das Spiel offener, auch weil sich Kefermarkt selber etwas ausser Tritt brachte. Irgendwie konnte kurz vor der Pause Christoph Starzer den Ball über den in dieser Situation nicht glücklich postierten Gery Birklbauer zum Ausgleich in die Maschen lupfen. Kurz danach war Pause.

Foto Spielszene Kefermarkt : Reichenthal 2.Nordmitte

Dem platzierten Freistoß von Behar Sabani konnte Reichenthals Goalie Manuel Etzelstorfer nur mehr nachschauen

Kefermarkt kam dann etwas agiler aus den Kabinen und als in der 49.Minute Patrick Lehner mit der Ampelkarte, die er sich innerhalb einer Aktion abholte, vom Feld musste, schöpften die Heimfans neuen Mut. Aber wer gedacht hatte, dass die Heimelf diese numerische Überlegenheit spielerisch ausnutzen konnte, der irrte gewaltig. Im Gegenteil, irgendwie schien es, wie wenn die Gäste aus Reichenthal nun das Kommando übernahmen. Die Aktionen der bisher im Frühjahr Punktelosen Reichenthaler waren flüssiger und stets gefährlich. Zehn Minuten vor dem Ende hieß es dann aber Zehn gegen Zehn. Was war passiert? Besar Sabani sah nach einer Tätlichkeit, die alleine für eine Rote Karte gereicht hätte, ebenfalls die Ampelkarte. In Wild West Manier ging Sabani dann wie seinerzeit Eric Cantona auch noch auf einen Zuschauer ausserhalb des Spielfeldes los, völlig unnötig diese Aktion! Schiedsrichter Mustafa Agic zeigte sich hier viel zu gnädig. Um nach dem Tohuwabohu die Gemüter wieder etwas zu beruhigen lies Schieri Agic noch fünf Minuten Nachspielen, dann war Schluß und mit 2:2 wurden die Punkte geteilt.

Fazit: Bei diese Spiel wurde klar, warum sich der OÖ Fussballverband schwer tut Respekt und den Fairplay Gedanken beim Kicker-Nachwuchs zu verankern. Bei solchen "Vorbildern" ! Die Aktion geschah direkt neben einer Bank, auf der Kefermarkter Nachwuchskicker Platz genommen haben um das Spiel zu verfolgen. Unabhängig davon, ob ein Spieler auch noch Geld nimmt für seinen Kick, finde ich bei allem Verständnis für Emotionen in einem Spiel so ein Verhalten nicht Fussballplatz tauglich. Dass sich die jungen Kicker hier leider zu oft von den "Großen" etwas abschauen, beweist die Tatsache, dass sich der OÖ Fussballverband genötigt sieht hier gegensteuern zu müssen. Ob der Verband hier mit Coachings und Aktionen wie der "grünen Karte" für mehr Fairplay und Gewaltprävention im Nachwuchsfussball die richtigen Akzente setzen kann, bleibt abzuwarten. Im Sinne des Fussballs allerdings hoffe ich es sehr.

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