Knapper Derbysieg für Kefermarkt

Franz Karger an 08-09-2018

Kefermarkt: Vier Jahre mussten die Zuschauer auf dieses Derby warten. 310 Fans waren dann ins Feldaiststadion gepilgert um eine matte erste Hälfte zu sehen. Der zweite Durchgang hatte es dann aber in sich mit zwei Roten Karten und einem 2:1 Heimerfolg für die Union Kefermarkt.

Union Kefermarkt : Union Neumarkt/Mkr. 2:1 (1:0)

Feldaiststadion, 310 Zuschauer, SR Jürgen Schönauer

Tore: 1:0 Behar Sabani (25.), 1:1 Johann Achhorner (72.), 2:1 Behar Sabani (75.)

Foto Spielszene Kefermarkt : Neumarkt Behar Sabani (c) www.umschau.at / Franz KargerDas Spiel der beiden Nachbarorte Kefermarkt und Neumarkt/Mkr. hatte für vier Jahre Pause. Nach dem  Abstieg der Blau-Gelben von der Feldaist trafen sich die beiden Teams nun allerdings endlich wieder um sich meisterschaftsmässig zu messen. In der ersten Hälfte jedoch merkte man kaum, dass viele auf dieses Duell brannten. Ziemlich unspektakulär ging es hin und her. Kaum Höhepunkte und Aufreger. Wie aus heiterem Himmel, der so auch über dem Feldaist-Stadion strahlte, kam die Führung für die Schmid Elf. Behar Sabani brachte in der 25. Minute einen Freistoß von der Seitenlinie zur Mitte und der Ball senkte sich an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Neumakrts Goalie Paul Gstöttenbauer wurde zudem beim Rettungsversuch von einem eigenen Mitspieler behindert und konnte somit nicht mehr klärend eingreifen. Das war es dann auch schon an Höhepunkten und der bis dahin unauffällige Schieri Jürgen Schönauer geleitete die beiden Teams mit der 1:0 Halbzeitführung für die UK Kicker durch den Fanspalier in die Kabinen.

Foto Spielszene Kefermarkt : Neumarkt Johann Achhorner (c) www.umschau.at / Franz Karger

Hansi Achhorner bejubelt den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1.

Foto Spielszene Kefermarkt : Neumarkt (c) www.umschau.at / Franz KargerIn der zweiten Hälfte kam dann aber Derby-Stimmung und Pfeffer in die Partie. Beide Mannschaften kamen mit Elan aus den Kabinen und versuchten zum Torerfolg zu kommen. Kein Ball wurde kampflos verloren gegeben. Mit dieser nun körperbetonten Spielweise kam Schieri Schönauer nicht mehr ganz zu recht, auch weil er etwas verspätet  mit Gelben oder Roten Karten gegensteuerte. Vorerst wurde aber noch Fußball gespielt. Nach einer schönen Hereingabe vollstreckte Neumarkts Golagetter Johann Achhorner in der 72. Minute zum Ausgleich. Nur kurz darauf abermals ein Freistoß für die Kefermarkter. Behar Sabani legt sich das Leder zu recht und zirkelt den Ball ins Tor. Auch dieser Ball schien dem geneigten Zuseher nicht ganz unhaltbar. Danach ging es rund und es häuften sich die Unsportlichkeiten. Mitten im Torjubel liegt plötzlich der Linienrichter am Boden und es kommt zu einer Rudelbildung. Nach Beratung mit dem Linesman zeigt der Schiedsrichter dem Kapitän der Heimelf die Gelbe Karte. Danach gab es noch einige hitzige Momente und immer im Zentrum des Geschehens Kefermarkts Daniel Gruber, der zunächst wegen einer Unsportlichkeit selbst Gelb sah. Danach drohte er bei einem raschen Konter seinem Gegenspieler Michael Maier zu enteilen. Der Neumarkter packte sein Gegenüber rasch beim Schlawittchen und zog ihn zu Boden, zu recht gab es da auch Gelb.

Foto Spielszene Kefermarkt : Neumarkt (c) www.umschau.at / Franz KargerKurz darauf hatte Kefermarkts Doppeltorschütze Sabani Glück, dass er bei seinem Nachschlagen ohne Chance auf den Ball nur Gelb sah. Doppelglück, weil es der Schiedsrichter offenbar selbst nicht mitbekam und im abschließenden Spielbericht nicht notierte. Kurz vor Ende der Partie ging dann wieder Daniel Gruber nach einer Tätlichkeit von Jakob Schmitzberger zu Boden. Wiederum gab es einen Spielerauflauf direkt vor dem Anhang der Neumarkter Fans. Manuel "Chicken" Bachleiter spielte den Rächer. Schiedsrichter Schönauer machte hier das einzig richtige und mögliche, beide Spieler wurden zur Beruhigung ihrer Gemüter vorzeitig zum Duschen in die Kabinen geschickt. Bis zum Schlußpfiff passierte nun nicht mehr viel und Kefermarkt behielt mit dem 2:1 die Punkte und bleibt weiterhin ungeschlagen.

zum Spielbericht beim OÖFV >>>

 

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